Allgemein
Schreibe einen Kommentar

Kirchlicher Sonderweg hat ausgedient – mit Tarifverhandlungen passiert so etwas nicht

Hintergrund:
Auch in der Diakonie Baden wenden Einrichtungen und Träger die Arbeitsvertragsrichtlinien der Diakonie Deutschland (AVR DD) an. Die Beschlüsse der Arbeitsrechtlichen Kommission der Diakonie Deutschland (ARK DD) gehen an die ARK Baden
Die Delegierten der Mitarbeitervertretungen fordern von der Synode, dass die Rahmenbedingungen für Tarifverträge geschaffen werden. Die Synode kann dies auf ihrer Frühjahrstagung entscheiden. Einige Chefs der Diakonie wollen Tarifverträge verhindern. Beschäftigte wollen Tarifverträge haben und gleiche Bedingungen egal, in welcher diakonischen Einrichtung sie arbeiten. Unsere Synodalen, die in Tarifverträgen eine positive Möglichkeit sehen, sollen sich für das Anliegen der Beschäftigten einsetzen. Mit vielen Unterschriften aus vielen Einrichtungen und Diensten wollen wir unserer Forderung nach ganz normalen Tarifverträgen und Tarifverhandlungen, wie in anderen Unternehmen auch, Nachdruck verleihen. Unterzeichnen Sie auch!

“Fiasko der Arbeitsrechtlichen Kommission DD

Das absurde Theater der Arbeitsrechtssetzung im „3. Weg“ nimmt seinen Lauf. Die scheinbar nicht enden wollende Kette von Abstrusitäten der besonderen kirchlichen Arbeitsrechtssetzung setzt sich fort. Am Donnerstag entschied das Kirchengericht der EKD über die Rechtmäßigkeit des abgelaufenen Schlichtungsverfahrens. Die Arbeitnehmerseite in der Arbeitsrechtlichen Kommission Diakonie Deutschland ARK DD hatte das Kirchengericht angerufen um feststellen zu lassen, dass die anhand der Schlichtung erfolgten Änderungen in der AVR DD unwirksam sind.

Volle Breitseite
Nachdem die erste Verhandlung im Juni wegen fehlerhafter Ladung der Beteiligten abgebrochen werden musste und ein neuer Termin erst nach einigen Vertagungen zustande kam, war es am Donnerstag nun soweit. Das Kirchengericht hatte zu entscheiden ob die zum Großteil unter dem Vorbehalt der Rückforderung in den Diakonischen Einrichtungen gezahlten Gehaltsanhebungen wie auch der Abzug der eingeführten Arbeitnehmerbeteiligung an der kirchlichen Zusatzversorgung, Bestand haben, oder, weil nicht ordnungsgemäß beschlossen, für unwirksam zu erklären sind.

Das Gericht hatte keine Mühe, zweifelsfrei festzustellen, dass die an das Schlichtungsverfahren zu stellenden Form- und Verfahrensregeln nicht eingehalten wurden.”

Quelle: ag mav Diakonie Niedersachsen

Weiterlesen unter:

AVR DD Schlichtung unwirksam

Kommentar verfassen