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Baden-Württembergischer Appell für mehr Krankenhauspersonal

Es fehlt an Personal im Krankenhaus. Die Versorgung ist in Gefahr. Patienten sind gefährdet und auch Angehörige leiden darunter. Die Krankenhäuser beanspruchen ihre Beschäftigten weit über die Belastungsgrenze hinaus.

Die Gewerkschaft ver.di hat angekündigt, sich in den Krankenhäusern für Entlastung einzusetzen. Wir fordern die politisch Verantwortlichen auf, mit einer gesetzlichen Personalbemessung für den Gesundheitsschutz der Beschäftigten und für eine sichere Patientenversorgung zu sorgen.

Mit der Unterzeichnung des Appells könnt ihr die gewerkschaftliche Bewegung für mehr Personal im Krankenhaus unterstützen.

Und so geht es:

1. Herunterladen (hier klicken) und ausdrucken
2. unterschreiben
3. ggf. andere (Familienmitglieder, Kolleginnen und Kollegen…) um ihre Unterschrift bitten. Wir alle sind betroffen.
4. abschicken an: ver.di Baden-Württemberg, FB 3, Theodor-Heuss-Straße 2 / Haus 1, 70174 Stuttgart
oder per Fax an: 01805 / 83 73 43 – 2 92 06 (14 Cent pro Fax)

Die gesammelten Unterschriften, die bei uns eingehen, werden zur Bundesgesundheitsministerkonferenz am 21.-22. Juni 2017 an den Bundesminister für Gesundheit übergeben. Unterschriften die nach diesem Termin bei uns eingehen, werden auch nach diesem Termin an den Bundesgesundheitsminister weitergeleitet.

Mehr Infos zu unserer Forderung nach Entlastung in den Krankenhäusern findet ihr hier: https://gesundheit-soziales.verdi.de/themen/entlastung

Mitmachen und Preis gewinnen! Bundesweite Reformaktion zum Lutherjahr

Betriebsgruppen und deren Mitglieder in der Diakonie Baden sind herzlich eingeladen, mitzumachen. Kontakt zur Kircheninfo-Redaktion: sabrina.stein@verdi.de

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

wir haben was tolles vor.

Das Lutherjahr wird grade abgefeiert. Ein Höhepunkt soll der ev. Kirchentag in Berlin und Wittenberg/ Lutherstadt im Mai werden. Soviel Reformation war schon lange nicht in der Luft.

Aber wo bleiben die Beschäftigten von Kirche und Diakonie?

Was würde Luther zum Sonderarbeitsrecht der Kirchen sagen? Wir wissen es nicht, aber wir wissen was wir wollen!

Deshalb planen wir die Jubiläumsausgabe des ver.di Kircheninfo ausschließlich mit Euren Thesen zu füllen.

Was also tun?

Schreibt uns jeweils eine These oder mehr mit maximal drei erklärenden Sätzen, möglichst einfach aus Eurem Arbeitsleben in der evangelischen Kirche und ihren Diakonie Einrichtungen. Namen werden nicht veröffentlicht.

Seid scharfzüngig, klug, weise, witzig, kreativ! Drei Autoren mit der besten These erhalten einen schönen ver.di Preis.

Einsendeschluss ist der 27.März 2017, 10 Uhr.

Bitte alle Thesen an sabrina.stein@verdi.de senden.
Rückfragen gerne an: berno.schuckart-witsch@verdi.de

Die KirchenInfo Redaktion behält sich die Auswahl, sowie die redaktionelle Bearbeitung der Thesen vor.

Und hier findet Ihr eine nicht abschließende Auswahl möglicher Themen für die Reformationsthesen:

1. Verbindung kirchliches Sonderarbeitsrecht und Reformation herstellen

2. Der Dritte Weg – das (Auslauf) Modell der Nichtbeteiligung betroffener Arbeitnehmer*innen

3. AVR Diakonie Deutschland das unsoziale Beispiel, wohin der „Dritte Wegs –Tarife“ hinführen

4. Unterschiede zwischen erstem, zweitem und drittem Weg

5. Mitbestimmung light = alles rund um die kirchlichen Mitarbeitervertretungsgesetze

6. Unsere zersplitterte diakonische Tariflandschaft in Deutschland: Selbstbedienungsladen für die Arbeitgeber

7. Geht doch -Tarifvertrag Diakonie Niedersachsen

8. Gespaltene Diakonie Hessen = Tarifvertrag für die Altenpflege ja, Dritter Weg für alle anderen, was soll das ?

9. Stadtmission Heidelberg “unsere Geduld war am Ende” / Wir haben es in die Hand genommen

10. Vision – Wie stellen wir uns Arbeitsbedingungen in der Diakonie vor

11. Auch Diakonie Krankenhausbeschäftigte benötigen Entlastung, also mehr Personal, gleiches gilt für die Altenpflege, Behinderteneinrichtungen, Kitas und Jugendarbeit

12. Kirchenaustritt und Kündigung des Arbeitsverhältnisses geht gar nicht

13. MAV und Zwang zur Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche, was ist das denn?

14. Altersarmut. Was bedeutet es für die Rente ein niedriges Einkommen zu haben?

“ 2500 € Brutto, 35 Jahre gearbeitet = 2030 nur 688€ Rente” Quelle Zeit.de.

15.Reformation,Luther und Arbeitnehmer*innen in Caritas und katholischer Kirche

Und was Ihr sonst noch wichtig findet… Wir freuen uns auf Eure Ideen.

Herzliche Grüße

Für die KirchenInfo Redaktion

Berno Schuckart-Witsch

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Diakonie Hessen – 91% für Tarifvertrag. 2017 Tarifverhandlungen für die Altenhilfe!

Hessen – Im Sommer 2016 hat ver.di die Befragung zu den Lohn- und Arbeitsbedingungen unter den Beschäftigtenn aus allen Tätigkeitsfeldern der Diakonie Hessen abgeschlossen. Die Beteiligung war erfreulich hoch, diee Kernaussagen sind überdeutlich, aber auch zum Teil erschreckend!
Das Ergebnis der Beschäftigtenbefragung war eine gute Hilfe, uns dafür zu entscheiden, der im Herbst 2016 zwischen Dienstgebervertretern und ver.di vereinbarten Vorbereitung von Tarifverhandlungen ab 2017 für Teile der Altenhilfe in der Diakonie Hessen zuzustimmen.

Mehr dazu und alle Ergebnisse findet ihr hier: Mitarbeiterbefragung Diakonie Hessen

Umfrage

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Geschafft: Evang. Stadtmission Heidelberg – Erster Tarifvertrag in der Diakonie in Baden-Württemberg

Nach zwei Jahren intensiver und konstruktiver Verhandlungen ist es geschafft: seit dem 1. Juli 2015 werden die Arbeitsbedingungen und Einkommen der rund 1.500 Kolleginnen und Kollegen der Evang. Stadtmission Heidelberg durch einen Tarifvertrag geregelt und gesichert. Das ist wegweisend, weil es der erste Tarifvertrag ist, der in Baden-Württemberg mit einem diakonischen Träger abgeschlossen wurde.

Stadtmission Heidelberg

Der abgeschlossene Tarifvertrag sichert Lohn- und Arbeitsbedingungen bis mind. Ende 2018:
– Lohnerhöhung für die Altenhilfe und Eingliederungshilfe vorgezogen
– Jahressonderzahlung verbindlich (13. Monatsge-halt)
– Kinderzuschläge erhalten
– zusätzliche Gehaltsstufe – langjährige Beschäftigung zahlt sich aus
– betriebliche Altersversorgung ohne Eigenanteil
– faires Zuschlagssystem, z. B. für Überstunden oder für Einspringen aus dem Frei
– verbindliche Regelungen zum Dienstplan
– Begrenzung von Unter- und Überplanung sowie Regeln zum Freizeitausgleich aus dem Arbeitszeitkonto.
– umfassende Qualifizierungsregelung
– verbindliche 5-Tage-Woche
– Verdoppelung der Anrechnung der Vorerfahrung bei Neueinstellung

Wie haben wir das erreicht?
Einige wenige Kolleginnen und Kollegen setzten sich vor vier Jahren in Bewegung. Aus einem Aktiven-Stammtisch wurde eine noch rührigere ver.di-Betriebsgruppe, die gemeinschaftlich ihre Vorstellung mit Infoständen und über eine eigene Homepage öffentlich erklärte und mit ver.di-Info-Brettern in den Einrichtungen ihre Kolleginnen und Kollegen aufklärte. Mit allem ernteten wir einiges an Konflikt und noch viel mehr Solidarität. Immer mehr haben sich in ver.di organisiert. Außerdem haben externe Paten dieses Ziel unterstützt. Mit dieser tragfähigen Basis haben wir dann die Stadtmission zu Tarifverhandlungen aufgefordert.
Da die Stadtmission diese Verhandlungen abgelehnt hat, folgte der allererste, aufregende Streiktag im Frühjahr 2012, gemeinsam mit dem Uniklinikum Heidelberg. Weitere folgten 2013. Verhandlungsbereitschaft bei der Stadtmission bestand aber weiterhin nicht. Die Solidarität im Stadtteil und der Region, von vielen Kolleginnen und Kollegen und auch die große Solidarität untereinander hat uns in dieser Zeit gestärkt.
In die Urabstimmung über einen unbefristeten Streik hinein erklärte sich die Arbeitgeberin im Juli 2013 zu Verhandlungen bereit, die dann im Herbst 2013 begannen.

>> Hier das damalige Flugblatt zum Download <<

Dreist

Fotoaktion: Dreist

Zeigt den Arbeitgebern der Diakonie Baden, dass ihre Forderungen DREIST sind.

Trefft euch mit euren Kolleginnen und Kollegen im Team oder der ganzen Einrichtung und macht ein Foto.

Kopiert dafür die nächste Seite dieses Aufrufes oder malt eigene Schilder. Zeigt, was Ihr von den Forderungen der Arbeitgeber haltet und was Ihr von ihnen fordert.

Schickt das Bild bitte bis zum 15.9. an fachbereich3.baden-wuerttemberg@verdi.de und vergesst nicht, uns mitzuteilen, aus welcher Einrichtung (mit Ort) und welchem Team das Bild kommt. Wir werden die Bilder dann als Collage zusammenstellen und den Arbeitgebern in der ARK DD vor der zweiten Stufe der Schlichtung zukommen lassen.
Die Fotos sind ab 20. September dann hier zu sehen

Wir fordern:
Einen Tarifvertrag für uns alle in der Diakonie Baden – Tarifverträge schützen
Mehr Demokratie in der Diakonie – Verhandlungen auf Augenhöhe; keine Verhandlungen hinter verschlossenen Türen
Bessere Arbeitsbedingungen – keine dreisten Verschlechterungen